Musikantenstadl

Karl Moik und das Musikantenstadl

Karl Moik war bekannt als Moderator der Sendung Musikantenstadl, die Sendung wurde 1981 zum ersten Mal im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt, lief ab 1983 auch im deutschen leather-pants-925551_640(1)Fernsehen und das immerhin bis 2005. Danach wurde das Musikantenstadl, von Volksmusikgegnern auch gerne das „Mutantenstadl“ genannt, von Andy Borg moderiert. Viele sahen in Moik einen spießigen Schunkler, andere wiederum den Helden des volkstümlichen Liedgutes, so oder so erreichte Moik mit seiner Musik-Sendung Millionen Menschen. Karl Moik verstarb im März 2015, vor etwa einem Jahr, er wurde 76 Jahr alt. Geboren wurde er 1938 in Linz.

Beginn der Karriere

Seine Laufbahn begann Karl Moik mit der Moderation der Rundfunk-Sendung „Volkstümliche Hitparade“, die sehr beliebt in Österreich war. Um 1975 interessierte sich dann das Fernsehen für ihn. Gemeinsam mit ARD und ORF entwickelte man das Konzept des „MUsikantenstadl“ und mit dieser Sendung eroberte Karl Moik ein Millionenpublikum. Das Musikantenstadl ging auch auf Tournee, meist im deutschsprachigen Raum, dabei wurden diese Veranstaltungen nicht immer fürs Fernsehen aufgezeichnet, aber auch in fremden Ländern war Moik „auf Tournee“, zum Beispiel in Südafrika und China.

Karl Moik moderierte in Zusammenarbeit mit Kollegen bis 1999 auch die Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik in Österreich. Das letzte Musikantenstadl, das Moik moderierte, war an Silvester 2005 – den sogenannten „Silvesterstadl“. Unglücklicherweise erlitt Moik während der fast fünfstündigen Live-Sendung eine Durchblutungsstörung des Gehirns, die am ersten Tag des neuen Jahres zu einem Schwächeanfall führten. Damals wurde der 67-jährige Moderator ins Krankenhaus gebracht, das er nach einigen Tagen jedoch wieder verlassen konnte.

Verbale Fehltritte die für Aufsehen sorgten

Ende 2006 erregte Karl Moik Unmut indem er in einem Interview auf Ähnlichkeiten zwischen sich und Stalin hinwies, das kam nicht gut an. Auch währende einer Sendung des „Musikantenstadl“ schaffte sich Moik Feinde, in dem er Italiener als „Spaghettifresser“ bezeichnete, zwar entschuldigte er sich hinterher dafür – aber es war negative Publicity.

Werdegang

Moik wuchs in der Nähe von Salzburg auf, er erlernte den Beruf des Werkzeugmachers, doch er war schon immer gerne ein „Unterhalter“ und spielte Klavier und Akkordeon. Einige Jahre arbeitete er in seinem erlernten Beruf, aber seine Freude am Unterhalten und Musizieren ließ ihn als Mitglied des Jazz-Trios Jolly Austrians durch die Lande reisen, gerne auch als Interpret volkstümlicher Lieder.

Später, als er Moderator des „Musikantenstadl“ war, trat Karl Moik dort auch selbst als Sänger auf. Auch in einigen Fernsehfilmen trat er hier und da mal in Erscheinung. Für seine kulturellen Verdienste wurde Moik ausgezeichnet, außerdem erhielt er 2004 und 2007 eine „Krone der Volksmusik“ verliehen.