Legenden der Volksmusik

Ernst Mosch

Einer der ganz großen in der Volksmusik war Ernst Mosch. Geboren 1925 in einem kleinen Ort in der Nähe von Falkenau, begann er bereits mit 8 Jahren die Blockflöte zu spielen. Wie es zu der tuba-834_640Zeit üblich war, musste es in jeder Familie im Egerland mindestens eine Person geben, die sich der Musik gewidmet hat. Mit 14 Jahren ging er in eine städtische Musikschule, um dort Geige, Flügelhorn und Posaune zu studieren. Nach dem 2. Weltkrieg spielte er in amerikanischen Clubs und kann so zum Hamburger- Rundfunk- Tanzorchester. Danach ging es nach Stuttgart, doch weil dort in den meisten Fällen nur Jazz angesagt war, suchte er sich Personen aus, die sich auch der Volksmusik verschrieben hatten.

Am 21. April 1956 gründete er dann seine „ Original Egerländer Musikanten“. Mit insgesamt 18 Mann spielte er Lieder wie „ Rauschende Birken“, „ Abendläuten“ oder „ Fuchsgraben Polka“. 1960 erscheint seine erste Platte, die gleich zu einem großen Erfolg wurde.

Später folgten Konzerte in den größten Sälen, die in der Regel stets ausverkauft waren. 1981 wurde er sogar vom damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel mit dem „ Verdienstkreuz am Bande“ ausgezeichnet, weil er sich wie kaum ein anderer für die Interessen der Volksmusik eingesetzt hat. Der Unvergessene Ernst Mosch starb am 15. Mai 1999 im Kreise seiner Familie.

Slavko Avsenik

Begonnen hat Slavko Avsenik als Profiskispringer, als ihm das keinen Spaß mehr machte, wollte er zur Musik überwechseln. Die erste Platte erscheint 1957 zusammen mit seinen „ Original Oberkrainern“ und 1959 geht es das erste Mal auf Tournee. Die erste Goldene Schallplatte gibt es im Jahr 1964, hinzukommen weitere 13 und rund 1000 Konzerte, wovon 500 in der Bundesrepublik stattfinden.

Den unvergleichbaren Sound erfand Avsenik mit der Steirischen Harmonika, sowie den Trompeten. Das „ Trompetenecho“ wurde einer seiner größten Erfolge und das wurde sogar als Titelmelodie für die ZDF- Sendung „ Lustige Musikanten“ ausgewählt.1992 zog sich Slavko Avsenik von der Bühne ins Privatleben zurück. Am 2. Juli 2015 ist der Vollblutmusiker nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben, aber seine Musik lebt weiter, denn seit 2009 führt sein Enkel eine jüngere Generation der Oberkrainer fast genauso gut durch Konzertsäle.

Karl Moik

Jemand der keine Musik machte, aber aus der Volksmusik nicht mehr wegzudenken ist, ist der Erfinder des „ Musikantenstadls“ Karl Moik. Von 1980 bis 2005 präsentierte er im Trachtenanzug und mit viel guter Laune Musikanten der Volksmusik.Am 26. März verstirbt Moik, 76 jährig, nach einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus in Salzburg.