Die Steirische Harmonika im Porträt

Die Steirische Harmonika im Porträt

In diesem Beitrag geht es um ein Musikinstrument, namens Harmonika. Sie erfahren in einem ersten Abschnitt wissenswertes über die Bestandteile, aus denen sich die Steirische Harmonika zusammensetzt. In einem zweiten Teil geht es um konkrete Anwendungsbeispiele und das Innenleben. Viel Spaß beim Lesen wünsche ich.

Aus diesen Bestandteilen besteht die klassische Harmonika

Die Harmonika ist ein klassisches Handzuginstrument. Durch wechselseitige Bewegungen, wird ein Ton erzeugt. Im Folgenden geht es um die wesentlichen Bestandteile, die eine Harmonika
auszeichnet.

Der Griffkasten

Jede klassische Harmonika besitzt sogenannte „Stimmstöcke“. Tastenreihen sorgen für die Anzahl dieser Stöcke. Viele Instrumente dieser Art, besitzen in der Regel drei bis maximal vier solches Stimmstöcke.

Der Ton in einer Harmonika wird klassischerweise über Stimmplatten erzeugt. Dabei liegt jeweils auf einem Stimmstock eine Stimmplatte. Die Stimmzunge liegt auf der Stimmplatte. Durch das Drücken einer Taste, öffnet sich der Luftweg und der Ton wird erzeugt.

Beim Spielen hängt es davon ab, ob der Musiker mit Zug oder Druck spielt. Anhand dessen ergibt sich ein unterschiedlicher Luftweg. In jeder Harmonika kommt es im Zuge der Ton Bildung zu Schwingungen. Diese werden dann als Anzahl pro Sekunde gewertet. Continue reading „Die Steirische Harmonika im Porträt“

Legenden der Volksmusik

Ernst Mosch

Einer der ganz großen in der Volksmusik war Ernst Mosch. Geboren 1925 in einem kleinen Ort in der Nähe von Falkenau, begann er bereits mit 8 Jahren die Blockflöte zu spielen. Wie es zu der tuba-834_640Zeit üblich war, musste es in jeder Familie im Egerland mindestens eine Person geben, die sich der Musik gewidmet hat. Mit 14 Jahren ging er in eine städtische Musikschule, um dort Geige, Flügelhorn und Posaune zu studieren. Nach dem 2. Weltkrieg spielte er in amerikanischen Clubs und kann so zum Hamburger- Rundfunk- Tanzorchester. Danach ging es nach Stuttgart, doch weil dort in den meisten Fällen nur Jazz angesagt war, suchte er sich Personen aus, die sich auch der Volksmusik verschrieben hatten.

Am 21. April 1956 gründete er dann seine „ Original Egerländer Musikanten“. Mit insgesamt 18 Mann spielte er Lieder wie „ Rauschende Birken“, „ Abendläuten“ oder „ Fuchsgraben Polka“. 1960 erscheint seine erste Platte, die gleich zu einem großen Erfolg wurde. Continue reading „Legenden der Volksmusik“

Das wechseltönige Instrument

Es gibt einen großen und gravierenden Unterschied zwischen einem normalen Akkordeon und der Steirischen Harmonika und der besteht daraus, dass mit der Steirischen bei Druck auf ein und music-581732_640derselben Taste mehrere Töne erzeugt werden können. Was die Steirische Harmonika aber ausmacht ist ein ausgeprägter Helikon Bass, der auch zu der Lautstärke von dem Instrument beiträgt. Besonders beliebt ist die Harmonika in der Volksmusik, die nicht unbedingt traditionell sein muss. Die Steirische Harmonika kommt nicht aus der Steiermark, sondern wurde in Wien erfunden und zwar hat ihr Erbauer, sie der Helikon Tuba nachempfunden, die bereits im Jahr 1845 in Russland entwickelt wurde.

Leichtes Lernen

Im Gegensatz zu anderen Instrumenten kann die Steirische ziemlich schnell erlernt werden und das ganz ohne Notenkenntnisse. Hier ist es die sogenannte Griffschrift, die es in unterschiedlichen Versionen gibt, allerding hat sich eine durchgesetzt und das ist die Rosenzopf Griffschrift. Diejenigen, die auf ihr spielen, bezeichnen die Steirische Harmonika als richtigen Allrounder, wenn es darum geht Stimmung zu verbreiten. Vor allem natürlich bei den Liebhabern der Volksmusik, aber neuerdings ist sie auch beim Alpenrock nicht mehr wegzudenken. Continue reading „Das wechseltönige Instrument“

Volksmusik aus Österreich

high-bird-938854_640In Österreich wird die Volksmusik noch großgeschrieben, denn kein Fest verläuft ohne sie. Es gibt nicht nur Solo-Musiker aus diesem Land, sondern auch Volksmusikbands, die eine lange Familientradition haben. Seit ihrer Kindheit musizieren zum Beispiel die „ Ursprung Buam“ gemeinsam. Die Brüder Martin und Andreas Brugger lernten das traditionelle Musizieren schon von ihrem Großvater. Dann gesellte sich noch Cousin Manfred Höllwarth dazu und geboren war die Gruppe, die sich über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht hat.

Zu ihrem Gesang spielen sie typische Instrumente der Volksmusik, nämlich die Steirische Harmonika, den Kontrabass und die eher nicht so typische die Harfe.Der bekannteste Exportschlager aus Österreich waren die Klostertaler, die sich leider 2010 aufgelöst haben. Allerdings bleiben den Fans noch zahlreiche CDs, die aufgenommen wurden. Continue reading „Volksmusik aus Österreich“

Jiddische Volksmusik – Klezmer

Hat man schon mal gehört, den Begriff, aber wo kommt er eigentlich her und was genau ist Klezmer? Klezmer-Musik ist vorwiegend instrumentale Musik und die Blütezeit der Klezmermusik war wedding-495271_640im 19. Jahrhundert in Ost- und Südosteuropa. Klezmer absorbiert quasi Folklore anderer Völker und verändert sie auf eine ganz eigene Art. Bei der Musik werden menschliche Gefühlsäußerungen imitiert bzw. interpretiert, das Instrument des Klezmer lacht, weint, seufzt, jammert. „Klezmer“ bedeutet als Wort „Instrumentengesang“. Es besteht aus zwei jiddischen Wörtern nämlich „Kli“ was „Instrumente“ heißt und dazu „Zemer“ was „Gesang“ bedeutet – und so klingt die Musik auch.

Ursprüngliche Hochzeitsmusik

Klezmer als Volksmusiktradition entstammt dem Jüdischen, die Wurzeln finden sich etwa im 15. Jahrhundert, damals entwickelten Volksmusikanten eine Tradition weltlicher, jüdischer Musik, gedacht vor allem als Musik zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen. Continue reading „Jiddische Volksmusik – Klezmer“

Musikantenstadl

Karl Moik und das Musikantenstadl

Karl Moik war bekannt als Moderator der Sendung Musikantenstadl, die Sendung wurde 1981 zum ersten Mal im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt, lief ab 1983 auch im deutschen leather-pants-925551_640(1)Fernsehen und das immerhin bis 2005. Danach wurde das Musikantenstadl, von Volksmusikgegnern auch gerne das „Mutantenstadl“ genannt, von Andy Borg moderiert. Viele sahen in Moik einen spießigen Schunkler, andere wiederum den Helden des volkstümlichen Liedgutes, so oder so erreichte Moik mit seiner Musik-Sendung Millionen Menschen. Karl Moik verstarb im März 2015, vor etwa einem Jahr, er wurde 76 Jahr alt. Geboren wurde er 1938 in Linz.

Beginn der Karriere

Seine Laufbahn begann Karl Moik mit der Moderation der Rundfunk-Sendung „Volkstümliche Hitparade“, die sehr beliebt in Österreich war. Um 1975 interessierte sich dann das Fernsehen für ihn. Gemeinsam mit ARD und ORF entwickelte man das Konzept des „MUsikantenstadl“ und mit dieser Sendung eroberte Karl Moik ein Millionenpublikum. Das Musikantenstadl ging auch auf Tournee, meist im deutschsprachigen Raum, dabei wurden diese Veranstaltungen nicht immer fürs Fernsehen aufgezeichnet, aber auch in fremden Ländern war Moik „auf Tournee“, zum Beispiel in Südafrika und China. Continue reading „Musikantenstadl“

Volkstümliche Schlager

Gibt es einen Unterschied zwischen Volkstümlicher Musik und Volksmusik?

guitar-1139397_640Wer sich mit dieser Art von Musik nicht beschäftigt, macht sich sicher keine Gedanken darüber, aber es gibt einen Unterschied, sogar mehr als einen. Auch wenn volkstümliche Schlagermusik und „Volksmusik“ gerne mal auf einen Begriff und eine Soße reduziert werden, dem ist nicht so.

Wesentlicher Unterschied ist im Urheberrecht zu finden

Der Volkstümliche Schlager wurde komponiert und geschrieben und unterliegt somit schon mal dem Urheberrecht, was bedeutet: Spielen bedeutet zahlen. Die urtümliche Volksmusik oder auch das sogenannte Volkslied ist quasi Volksgut und hat sich regional über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte entwickelt und damit ist diese Musik überwiegend urheberrechtsfrei. Es gibt einige Ausnahmen, aber hier geht es ja um allgemeingültige Merkmale und nicht den Einzelfall. Continue reading „Volkstümliche Schlager“